GPU Memory
GPU Memory (VRAM) ist der dedizierte Speicher Ihrer Grafikkarte für Texturen, 3D-Modelle, Splats und andere visuelle Daten. Je mehr GPU Memory verfügbar ist, desto komplexere und detailliertere Szenen können flüssig gerendert werden. Wenn der GPU-Speicher knapp wird, kann die Performance sinken oder Inhalte laden nicht mehr korrekt. GPU Memory ist einer der wichtigsten Optimierungswerte.
TL;DR
- Navigieren Sie zu GPU Memory.
- Setzen Sie Texture Divider (Mobile und Desktop) auf
2oder höher. - Setzen Sie Max Texture Size (Mobile und Desktop) auf
1024oder512.
Schnelle GPU-Optimierung
Die Werte aus dem Abschnitt TL;DR werden hier genauer erklärt.
Der Parameter Texture Divider skaliert alle Texturen in einem Space um den angegebenen Faktor herunter. Wenn Sie den Wert auf 2 setzen, werden alle Texturabmessungen halbiert. Eine 2K-Textur (2048 × 2048) wird zu einer 1K-Textur (1024 × 1024), was den Speicherverbrauch deutlich reduziert.
Mit Max Texture Size legen Sie die maximale Auflösung jeder Textur fest. Wenn Sie den Wert auf 1024 setzen, wird keine Textur größer als 1024 × 1024 Pixel geladen. In den meisten Fällen bietet das ein gutes Gleichgewicht zwischen visueller Qualität und Performance.
Testen Sie Ihren Space immer nach Änderungen dieser Einstellungen. Texturoptimierungen werden erst nach einem Neuladen des Space vollständig angewendet, daher sind die endgültige Speichernutzung und Bildqualität nicht sofort sichtbar.
Listenstruktur
Folgende Kategorien der GPU-Speichernutzung werden angezeigt:
- Space Assets – Assets des aktuellen Space, z. B. Bilder, Texturen und andere visuelle Ressourcen.
- Splat Data – Daten zu Splats, ohne einzelne Texturen aus Systemen wie LODs.
- System Assets – Assets, die von der Plattform selbst benötigt werden. Diese können nur eingeschränkt optimiert werden.
Space Assets optimieren
Als Faustregel sollten alle Texturen unter 1K Auflösung bleiben. 2K-Texturen sollten nur verwendet werden, wenn es unbedingt notwendig ist. Vermeiden Sie außerdem nach Möglichkeit den Export als .png, da PNG-Dateien oft deutlich größer als nötig sind. Für die meisten Anwendungsfälle bietet .webp das beste Verhältnis aus visueller Qualität und Dateigröße.
Der aktuell genutzte GPU-Speicher nur für den Space selbst (ohne Splat Data und System Assets) liegt in diesem Beispiel bei etwa 491 MB (siehe 1).
Darunter werden alle geladenen Assets und Texturen aufgelistet. In diesem Beispiel zeigen die bei 2 markierten Einträge klar unnötigen Speicherverbrauch durch:
- 4K-Texturen
- PNG-Dateien statt komprimierter Formate wie WebP
- Zu große Texturen in Vibes (
LoadedTexture)
Wenn Sie einen Eintrag auswählen, öffnet sich die Detailansicht (siehe 4). Dort sehen Sie genau, welche Texturen zu einem Asset gehören. So können Sie die größten Speicherverbraucher gezielt optimieren.
Unterhalb der großen Texturen werden auch Splat-bezogene Daten angezeigt. In diesem Fall sind das Means- und Scale-Daten, die nicht optimiert werden können (siehe 3).
Texturgrößen reduzieren
Voraussetzung: Blender
- Öffnen Sie Ihr Mesh in Blender und wechseln Sie in den Shading-Workspace.
- Suchen Sie die Textur, die Sie optimieren möchten.
- Wechseln Sie zu UV Editing und speichern Sie die Textur über Image → Save As.
- Öffnen Sie die exportierte Textur in einem Bildeditor wie GIMP, Photopea oder Affinity Photo.
- Ändern Sie die Größe auf 512 × 512 Pixel (oder die kleinste für Ihren Anwendungsfall sinnvolle Auflösung).
- Exportieren Sie die Textur als WebP.
- Gehen Sie zurück zu Blender und laden Sie die optimierte Textur über Image → Open.
- Ersetzen Sie im Shading-Workspace die ursprüngliche Textur über das Dropdown durch die neue WebP-Datei.
- Wiederholen Sie den Vorgang für weitere übergroße Texturen.
Reduzieren Sie die Texturauflösung schrittweise und prüfen Sie das visuelle Ergebnis in Ihrem Space. Viele Texturen lassen sich auf 512×512 oder sogar 256×256 reduzieren, oft ohne sichtbaren Qualitätsverlust, bei gleichzeitig deutlich geringerem GPU-Speicherverbrauch.
Bilder konvertieren
Bilder sollten vor dem Upload in Arrival.Space mit einem externen Bildeditor optimiert werden. Laden Sie das Bild dazu herunter und öffnen Sie es in einem Tool wie GIMP, Affinity Photo, Photopea oder einer anderen Bildkonvertierungs-App.
In den meisten Fällen reicht eine Konvertierung von PNG zu JPG, um die Dateigröße deutlich zu reduzieren. Zusätzlich sollten die Bildabmessungen nach Möglichkeit verkleinert werden. Als allgemeine Richtlinie sollten Bilder 1024 × 1024 Pixel (1K) nicht überschreiten, es sei denn, höhere Auflösungen sind wirklich erforderlich.
Arrival.Space bietet beim Upload auch integriertes Bild-Resizing. Nach Auswahl eines Bildes öffnet sich automatisch der Dialog Optimize Image. Nutzen Sie den Regler, um die Bildauflösung vor dem Upload anzupassen.
- Die empfohlene Größe ist standardmäßig vorausgewählt.
- Wenn Sie den Regler nach links bewegen, werden Auflösung und Dateigröße reduziert.
- Die ganz linke Option lädt das Bild ohne Skalierung hoch. Das ist in der Regel nicht empfehlenswert, außer wenn die Originalauflösung ausdrücklich benötigt wird.